Sehr oft höre ich die Meinung, dass die digitale Fotografie ja nix, beziehungsweise fast nix kostet. Man drückt drauf und wenn es nicht schön wurde, löscht man das Foto einfach wieder.
Naja, im Vergleich zur analogen Fotografie von früher ist das Digitale tatsächlich ein enormer Vorteil. Analoge Filme boten nur maximal 36 Aufnahmen und kosteten damals viel Geld. Die Entwicklung der Fotos im chemischen Labor war ebenfalls sehr teuer.
Bei aller Euphorie deswegen, sollte man aber nicht aus den Augen verlieren, dass auch die digitale Kameras und Objektive technische Teile verbaut haben, die einem Verschleiß unterliegen. Als Beispiel sei nur die Blende oder der Verschluß genannt.
Wenn man also mit der Fotografie als Hobby beginnt, sollte man die Kosten für die Ausrüstung sorgfältig abwägen. Die Anfangsinvestition kann erheblich variieren, abhängig von den Ansprüchen und Zielen. Eine gute Kamera ist zwar das Herzstück deiner Ausrüstung, aber auch Objektive, Stative und Zubehör wie Filter, Kameragurte, Taschen, oder Rucksäcke können schnell ins Geld gehen. Hochwertige Objektive sind oft teurer als die Kamera selbst, bieten jedoch die nötige Flexibilität und Bildqualität, um deine kreativen Ideen umzusetzen. Zudem solltest du auch die Kosten für Speicherkarten, Reinigungsmaterial und eventuell einen externen Blitz einplanen.
Doch damit endet es nicht: Auch die Bildbearbeitung ist ein wesentlicher Bestandteil des Hobbys. deren Kosten man nicht unterschätzen sollte. Professionelle Software wie Lightroom oder Photoshop erfordern ein monatliches oder jährliches Abo, das sich summiert. Bei anderen käuflichen Bildbearbeitungsprogrammen, wie zB Affinity gibt es von Zeit zu Zeit Upgrades, die dann natürlich auch etwas kosten.
Wenn man sich intensiver mit der Bearbeitung beschäftigen möchte, könnte auch ein leistungsfähiger Computer notwendig sein, der in der Lage ist, große Bilddateien effizient zu verarbeiten. Ein größerer Bildschirm mit bestimmten Farbprofilen und Auflösung wird bestimmt auch bald am Wunschzettel stehen, und dann kommen bald vielleicht noch ein Fotodrucker und externe Speichermedien dazu.
Kosten für Strom- und Wlan werden oft genauso wenig bedacht, wie auch die Ausgaben für eine Homepage, für Server, Domain, Webprogramme, Upload- und Internet, weil man seine Bilder ja dann auch gerne angemessen präsentieren möchte.
Letztlich ist es jedoch mehr als nur ein Klick und Hochladen; es geht darum, Deine Visionen zum Leben zu erwecken und Deine Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern.




