
Seit mehr als 10.000 Jahren – es gibt sogar Hinweise auf 30.000 Jahre – begleiten, beschützen und unterstützen die Nachfahren der Wölfe uns Menschen.
Sie haben die Entwicklung der Menschheit mitgetragen und beeinflußt, wie kaum ein anderes unserer Heim- und Nutztiere.
Aber der Mensch hat sich und seine Umwelt verändert. In erschreckender Weise und in erschreckendem Ausmaß. Der natürliche Umgang mit dem treuen Gefährten ist dabei weitgehend auf der Strecke geblieben.
In unserer modernen Gesellschaft scheint kein Platz und kein Verständnis mehr zu sein, für die Natur des Hundes…

…verdonnert zu einem Leben am Strick -ähm, Leine, verdammt zu dauerndem Kindsein und vermenschlichtem Leben. Gestylt zu Handtaschenaccessoires oder Modepuppen. Konditioniert zu Leckerliebettelmaschinen, oder Balljunkies…
…übertrieben? …mag schon sein…
Auch durch die fehlgeleitete Politik ist es heute beinahe unmöglich, ein vierbeiniges Familienmitglied artgerecht zu halten…

Leinenpflicht für alle als unrühmliches Beispiel dafür. Vorbildliche Hundehalter und gut erzogene Hunde werden mit schwarzen Schafen in einen Topf geworfen – eine für mich unstattgemäße „Sippenhaftung“. Übrigens sind Hundewiesen kein adäquater Ersatz für die übrige „gefesselte“ Zeit.
Aber auch die Eltern und Familien sind gefordert – Respekt nicht nur gegenüber anderen Menschen, sondern auch gegenüber Tieren und der Natur, beginnt schon in der Kindheit.

Ich sehe es noch heute als Privileg an, dass ich gemeinsam mit Tieren aufwachsen und Erfahrungen sammeln durfte, und würde dies auch jedem Kind heute wünschen. Ein vierbeiniger Begleiter, Freund und gegebenenfalls auch Seelentröster, wenn mal wieder eine Schularbeit auf 5 geschrieben wurde, ist soviel mehr wert, als ein Computer oder eine Playstation. Leider werden das viele Kinder und Eltern nie erfahren…
Um einen guten Eindruck in der Gesellschaft zu hinterlassen, müssen natürlich auch die Hundehalter ihr Schärflein beitragem und Rücksicht auf andere Menschen und die Natur nehmen.

…dazu gehört auch, dass die Hunde gut – und sicher abrufbar – erzogen werden.
Übrigens, trotz all unserer Prüfungs- und Turniererfolgen, als Erfolg bei der guten Erziehung und Ausbildung eines Hundes zählen für mich nicht Punkte oder Auszeichnungen und Plaketten bei Leistungsprüfungen oder Turnieren.

Zu oft und immer häufiger habe ich Hunde erlebt, die am Trainingsplatz eine perfekte „Zirkusleistung“ zeigten, und im Aussenbereich sehr „unerzogen“ in Erscheinung traten.
Als Erfolg sehe ich viel mehr das perfekte Zusammenspiel und Verständnis im sechsbeinigen Team (Besitzer und Hund). Die Freude des Hundes am gemeinsamen Tun und seine sichere Abrufbarkeit.
..ich möchte gerne hoffen, dass sich die Stimmung wieder „pro Hund“ ändert, und die Gesellschaft weise genug ist, die Wichtigkeit von Hund und Natur zu erkennen.

„Dem Hunde, wenn er wohl erzogen, wird selbst ein weiser Mann gewogen.“
J.W.Goethe.

Sie hätten es sich verdient, denn sie sind nichts weniger,
als treue Weggefährten einer seit Jahrtausenden bewährten Freundschaft…




